Nach dem Liedvortrag des Chores bekräftigte der Bezirksapostel zunächst den geäußerten Wunsch sich im Herrn zu freuen. Er sagte, auch die Seelen in der Ewigkeit würden sich freuen, denn sie arbeiten für das selbe Ziel.
Grundlage der Predigt war Jesaja 37,20: „Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erfahren, dass du allein der Herr bist!“ Im Kontext des Bibelwortes stehen Bedrohungen im Leben des Königs Hiskia. Auch wir sind negativen Botschaften, vielen Problemen und Konflikten ausgesetzt. Das ist manchmal eine große Herausforderung für unseren Glauben. Deshalb kann die Handlungsweise des Hiskia als Vorbild für uns dienen.
Hiskia wollte sich beraten lassen und sandte nach dem Propheten. Der Bezirksapostel legte nahe, uns mit dem Apostolat und den Amtsträgen zu verbinden und den Zusammenhalt zu suchen. „Wir haben Geistliche in der Gemeinde, geht dort hin“ empfahl er. „Sie sind ein Segen für mich. Dann wollen wir von dieser Quelle auch den Segen nehmen.“ Bezirksapostel Heynes erwähnte einem Rat, den er nach der Ordination zum Apostel erhalten hatte: Wenn einer der Geschwister kommt und bittet: „Kannst du für mich beten“, dann sage: „Nein. Am besten bete ich MIT dir. Wir beten zusammen“.
Hiskia ging in den Tempel, breitete sogar bildlich alle seine Sorgen vor Gott aus und er betete. Wir wurden vom Bezirksapostel ermutigt auf unseren großen Gott zu hören, wenn unser Glaube angegriffen wird, wenn wir zweifeln. Er riet uns: „Komm in den Tempel und lass Jesus in dein Herz blicken. Kniee vor Gott nieder und öffne ihm dein Herz, dann erleben wir Wunderbares“.
Er äußerte auch Gedanken zur Nächstenliebe. Manche Mitmenschen suchen einen Ort, wo sie Frieden für ihre Seele erleben können. Seien wir ihnen behilflich und geben die Liebe weiter, die wir von Gott erfahren.
Einige Apostel wurden zu Predigtbeiträgen gebeten. Apostel Mike Dietel stellte die Frage, ob wir für Gott noch Platz in unserm Herzen haben und schlug vor Freiraum zu schaffen, damit Gott hineinwirken kann. Apostel Marat Aktschurin bestärkte den Hinweis, sich nicht über andere Wege Rat zu suchen, sondern sich an Gott zu wenden, er sei immer da und übrigens auch der beste und stärkste Beschützer. Apostel Jens Korbien betonte die existenzielle Bedeutung. Es gehe um die Rettung unserer Seele, um unser ewiges Leben. Er sagte, der Glaube solle nicht das Sahnehäubchen, sondern Inhalt unseres Lebens sein.
Im Anschluss war im Vorraum der Kirche ein umfangreiches Buffet vorbereitet, bei dem noch manche Gedanken ausgetauscht wurden. Viele erfreuten sich an den aufgetischten Speisen und konnten erfahren, dass auch die Apostel, die später noch zu einer Tagung weiterfuhren, diesen Abend genossen haben. Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die dieses Erlebnis gestaltet haben.
(vergleichende Meldung: Apostelberatung in neuer Konstellation)
Neuapostolische Kirche